was ist cbd

CBD steht für Cannabidiol und ist eines von 100 verschiedenen Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Im Vergleich zu THC wirkt CBD nicht berauschend. Cannabinoide wirken über das sogenannte Endocannabinoid-System.

Cannabidiol (CBD) ist ein Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf (Cannabis). CBD wird nachgesagt, dass Sie entkrampfende, entzündungshemmende, angstlösende und gegen Übelkeit gerichtete Wirkungen haben soll.[1] Weitere pharmazeutische Effekte wie eine antipsychotische Wirkung[6] werden momentan fleißig erforscht.

Jetzt haben wir geklärt, dass CBD das Cannabinoid in der Hanfpflanze ist – aber was genau sind Cannabinoide?

Unser Körper hat viele verschiedene Systeme mit jeweils unterschiedlichen Funktionen und Regulationsprozessen, wie zum Beispiel unser Verdauungssystem, unsere Atmung oder unser Immunsystem. In den 1980er Jahren wurde erstmals entdeckt, dass das System auch Cannabinoide als Bestandteil enthält: das Endocannabinoid-System (kurz ECS). Jedes Wirbeltier besitzt ein ECS, das sich im Wesentlichen aus speziellen Rezeptoren und entsprechenden Liganden zusammensetzt, also Substanzen, die an diese Rezeptoren binden und diese somit aktivieren.

Diese beiden Rezeptoren werden CB1- und CB2-Rezeptoren genannt. Da sie überall in unserem Körper zu finden sind, glauben die Menschen, dass ECS verschiedene andere Systeme und Prozesse auf die eine oder andere Weise beeinflussen kann.

Es sollte beachtet werden, dass CBD und THC, die aus derselben Pflanze gewonnen werden, nicht identisch sind! THC, kurz für Tetrahydrocannabinol, ist ein weiteres Cannabinoid, das in vielen Cannabissorten vorkommt und für den typischen „High“-Effekt von Cannabis verantwortlich ist. Seien Sie also noch einmal klar: CBD wird Sie nicht berauschen!

Inzwischen ist klar: THC ist die Ursache der Cannabisvergiftung. Wie wir jetzt wissen, hat THC jedoch auch viele potenziell medizinisch nützliche Wirkungen. Daher können in diesem Fall THC-haltige Blüten auch als „medizinisches Cannabis“ bezogen werden. Holen Sie sich dann aber nur das richtige Rezept vom Arzt. Wenn Sie dies nicht tun, ist THC – egal in welcher Form – immer noch illegal.

Es gibt viele andere Cannabinoide wie CBG, CBN, CBC usw. Im Vergleich zu CBD und THC sind diese anderen wenig bekannten Cannabinoide jedoch noch weniger erforscht und vorläufige Erkenntnisse stammen noch aus dem Bereich der Grundlagenforschung. Daher müssen wir noch eine Weile warten, bis es hier noch Spannendes zu berichten gibt.

Cannabidiol liegt, wie alle Cannabinoide in der Hanfpflanze überwiegend als Säure Element(CBD-Carbonsäure) vor.

Raphael Mechoulam, der Dozent für Pharmazeutische Chemie und Naturstoffe war, geling es als erstem CBD zu synthetisieren.

CBD wird in Gegenwart von Lewis-Säuren (wie Bortrifluoridetherat oder Protonendonatoren wie p-Toluolsulfonsäure) zu Δ8- und Δ9-THC cyclisiert. Der Wasserrückfluss verursacht eine Cyclisierung. [7]

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Bisher wird unter oxidativen Bedingunen in stark basischem Bereich das CBD an Aromaten hydroxyliert und daraufhin zu Chinon oxidiert.[8] Durch längere Lagerung an der Luft oxidiert dann das Cannabinol.

Wie viele Cannabinoide gibt es?

In den letzten Jahren ist das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) zunehmend in den Fokus der Wissenschaft gerückt. Es ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das hauptsächlich im oberen Teil der Cannabispflanze vorkommt. Im Hanf selbst liegt CBD in Form von Säure (CBDA) vor. Es verwandelt sich nur beim Erhitzen. Die Erforschung der Wirkung von CBD steckt noch in den Kinderschuhen.

In Tiermodellen und einigen klinischen Studien wurde gezeigt, dass Cannabidiol antiseptische, antibakterielle, entzündungshemmende und krampflösende Wirkungen hat. Darüber hinaus scheinen die Wirkstoffe das Potenzial zu haben, Schmerzen, Schlafprobleme, depressive Symptome und Angstzustände zu behandeln. Aufgrund der vielfältigen Eigenschaften von Wirkstoffen sind in den letzten Jahren immer mehr CBD-Produkte auf den Markt gekommen.

Dazu gehören beispielsweise die berühmten CBD Blüten.

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Cannabidiolsäure (CBDA)

Wenn Hanf wächst, produziert er natürliche Säuren wie THCA oder CBDA. Nur durch Decarboxylierung kann CBDA in das wirksame Cannabinoid CBD umgewandelt werden. CBDA hat derzeit nicht viel Aufmerksamkeit in der Forschung erhalten. Es wird jedoch angenommen, dass CBDA ein gewisses gesundheitliches Potenzial hat und entzündungshemmende Eigenschaften haben kann.

Cannabidivarin (CBDV)

CBDV ist das Propyl-Gegenstück von CBD und das Gegenstück von THC, nämlich THCV. Wie CBD ist auch CBCV nicht psychoaktiv. Im Jahr 2013 führten Wissenschaftler der University of Reading im Vereinigten Königreich eine Studie an Mäusen und Ratten durch. Daher haben CBDV-reiche Extrakte starke krampflösende Eigenschaften.

Cannabichromen (CBC)

CBC ist nicht psychoaktiv und entsteht durch Umwandlung mit Hilfe von Enzymen, die aus der Vorläufersubstanz CBG gewonnen werden. Es ist nicht klar, ob CBC eine Wirkung auf Cannabinoid-Rezeptoren hat. Es wird jedoch angenommen, dass CBC unterschiedliche pharmakologische Wirkungen hat und die Wirkungen anderer Cannabinoide unterstützt. Einige Tierstudien haben gezeigt, dass CBC in Kombination mit THC schmerzstillende und beruhigende Wirkungen hat. Es ist nicht klar, ob CBC eine antidepressive Wirkung hat. Gleiches gilt für die Wirkung von Antibiotika auf antibiotikaresistente Bakterien.

Cannabinol (CBN)

CBN ist leicht psychoaktiv und ist ein Produkt von THC. Vermutlich hat CBN eine schwache antagonistische Wirkung auf Cannabinoid-Rezeptoren. Es wird angenommen, dass CBN eine beruhigende Wirkung hat und den Augeninnendruck senkt.

Cannabigerol (CBG)

Im Fall von CBG wird angenommen, dass es an CB1-Rezeptoren bindet und eine antagonistische Wirkung auf Cannabinoide besteht. CBG soll auch an CB2 binden.

Die therapeutisch Wirkung von CBG ist noch nicht vollständig geklärt.
Allerdings soll der Wirkstoff entzündungshemmend sein, bei Darmerkrankungen würde CBG bei Übelkeit/Erbrechen helfen.

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Cannabicyclol (CBL)

Beim Cannabinoid CBL wurde leider noch wenig erforscht. Aber Forscher behaupten, dass CBL in seiner Struktur von anderen Cannabinoiden komplett unterscheidet. CBL soll ein Abbauprodukt von dem Cannabinoid CBC sein. Zudem ist leider das therapeutische Potenzial von CBL nicht ausreichend erforscht, um genauere Angaben zu geben.

Was machen Cannabinoide in unserem Körper?

Endocannabinoide sind fettsäureähnliche Substanzen, die vom Körper produziert werden. Sie aktivieren spezifische Cannabinoid-Rezeptoren und können unter anderem entzündungshemmend oder schmerzstillend wirken.[10]

Hat CBD Nebenwirkungen ?

Da CBD viele sehr viele verschiedenen Wirkungen auf den menschlichen Körper hat, sollte man bedenken, dass es zu nicht gewünschten Wirkungen kommen kann. Es gibt 5 bewiesene Nebenwirkungen, die mit CBD zusammenhängen – trockener Mund, niedriger Blutdruck, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Durchfall.[11]

Quellen

5 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17712814/
6 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16612464/
7 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0040402001994463?via%3Dihub
8 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0040402068881591?via%3Dihub
9 https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0040402068881591?via%3Dihub
10 https://www.laborpraxis.vogel.de/koerpereigene-cannabinoide-gegen-angst-schmerzen-und-entzuendungen-a-614246/

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